freizeittriebe

Einmal über den großen Teich bitte

Hinterlasse einen Kommentar

IMG_2590

Es ist endlich soweit. Ich warte vor dem Gate meines Fliegers, der mich nach Atlanta bringen wird. Die Sicherheitskontrollen haben mir dieses Mal keine Probleme bereitet. Die nette Stewardess ruft meinen Bereich aus und ich begebe mich in den Gang. Der Flieger sieht größer aus als die Ryanair-Maschinen mit denen ich ein paar Mal in Europa rumgeflogen bin. Der Flug vergeht durch das Versorgen mit Essen, diversen Getränke, einem reichhaltigen Filmprogramm (Argo, End Of Watch und Arbitrage) und ein wenig Schlaf schneller als erwartet. In Atlanta begrüßt mich eine große Schlange in der Einreisehalle. Nach 50 Minuten stehen, zwei Schritte nach vorne gehen, stehen, zwei Schritte nach vorne gehen…blicke ich in zwei zusammengekniffene Augen des Einreisebeamten. „U are an intern at Volkwagen?“. „Yes!?“ Warten. „Do you have any alcohol with u?“. „No“. Warten. Klack, der Stempel in meinem Reisepass ist drin. Yes!

Ich sitze ungeduldig in einem Shuttlebus, der mich zu einem Busbahnhof bringen wird. Ich habe nur noch 20 Minuten bis dort der nächste Bus Richtung Chattanooga losfährt. Endlich setzt ein großer unterhaltsamer Afroamerikaner den kleinen Bus in Bewegung. Wir sind an der Südseite des Flughafens angekommen. Ich habe noch 5 Minuten, drücke dem Busfahrer meinen ersten Dollar als Dank für das Schleppen meines Gepäcks in die Hand und suche den Bus, der mich Richtung Chattanooga bringen wird. Ich stoße auf einen netten alten Kauz, der mich freundlich begrüßt und mich auf die zweistündige Reise mitnimmt. In Chattanooga erwartet mich Justin schon und wir begrüßen uns herzlich. Das wird eine fantastische Zeit, denke ich. Er zeigt mir spontan das VW Werk und holen uns für zu Hause schnell zwei Pizzen. Ich werde herzlich von seiner Frau Cassie und den beiden Kindern empfangen. Ich bleibe ich also für die nächsten sechs Monate. Wir fahren noch schnell in einen Walmart um für mich Frühstück einzukaufen. Samstag um 21 Uhr ist nicht ungewöhnlich, aber ich könnte theoretisch auch nachts um 2 Uhr hier einkaufen. Wahnsinn. Die haben hier echt 24 Stunden am Tag geöffnet und es gibt auch keinen heiligen Sonntag. Ich bin zum einen von der Größe des Marktes und zum andern auch von der Vielfalt der Lebensmittel sprachlos und versuche Justin vor dem Regal mit den Müslis zu erklären, dass man Haferflocken auch kalt essen kann. Das wird eine unvergessliche Zeit und falle mit diesem Gedanke todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag überlässt mir Justin die Schlüssel und wir fahren in eine Shopping Mall. Ich muss mich am Anfang an die Verkehrsschilder und die Regeln gewöhnen, aber sonst ist es wie auf den Deutschen Straßen. Am Abend treffen wir die Familie von Cassie’s Bruder Chris und gehen gemeinsam nach der Frage „Do you like Chinese food?“ in ein Restaurant, wo vor den Gästen das Essen zubereitet wird. Fantastisch. Auf der Rückfahrt rede ich mit Chris über das Leben in den Südstaaten und er verspricht mir, dass ich Amerika nicht ohne eine Fahrt in einem Muscle Car und einem Besuch auf einem Schießstand (bei ihm im Garten oder im Wald) verlasen werde. Er greift unter seinen Autositz und drückt mir eine Pistole in die Hand und kann nicht glauben, dass ich das erste Mal eine echte Waffe in der Hand halte. Welcome America! 😉

IMG_2595
IMG_2598

IMG_2600

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s