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Worte 2.0

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Das Web 2.0 – auch das Mitmach-Web genannt. W-E-B 2.0 löst bei mir pure Begeisterung aus. Gestern habe ich eine Präsentation über das besagte Thema gehalten. Natürlich in Prezi, was sonst. Diesmal ging es speziell um Herausforderungen und Voraussetzungen in Dienstleistungsunternehmen und dem I-designed-it-myself-Effekt. Also das individuelle Produkt des Kunden. Übrigens sind die Kunden bereit 30% mehr dafür auszugeben, wenn sie selber am Gestaltungsprozess teilnehmen können. Unglaublich, aber irgendwie auch nicht überraschend. Auch Quote.fm hat in den letzten Tagen seine Türen für die große Gemeinschaft geöffnet. Kein Dienstleistungsanbieter, aber ein Versuch mit einer Gemeinschaft die Knoten des unendlich scheinenden roten Informationsfadens des Internets zu lösen und das wirklich wichtige aus dem Netz auf einer Plattform zu sammeln. Ein guter Ansatz. Ein Vortrag am Dienstag von Herrn Boetzkes (Nachrichtensprecher der Tagesschau) über die Supermedialität zielte auch drauf ab. Ein Denkanstoss aus Sicht eines Arbeitnehmers, der hinter den Kulissen der Medien werkelt. Die Aussage des Vortrages war – wie soll es anders sein – die Nutzer/Bevölkerung/Betroffenen haben immer mehr Einfluss auf das Gesendete und die Politik (siehe Karl-Theodor Guttenberg und Horst Köhler). Danke noch einmal für den interessanten Beitrag. Wir erreichen durch das Web unglaublich viele Massen. Ob es gelesen wird oder einfach in den Irrwegen des Internet verschwindet, kommt auf die Idee, Umsetzung und den Trend an.

Eine große Einleitung zu einem Thema, welches jedem in unserem Alter so geläufig ist, dass ich es hätte eigentlich nicht erwähnen müssen. Und doch stolperte ich über einen Gedankengang, der mich nicht loslässt.

Versucht den folgenden Absatz schnell zu lesen und dann noch einmal und noch etwas schneller.

Alle vernetzen sich! Sind über Smartphones und iPads immer online und facebooken in jeder freien Minute mit ihren Freunden! Es ist schnelllebig! Es wird kommentiert, geliked, gespielt und ein Ich-bin-mit-Xyz-gerade-an-diesen-wunderschönen-Ort-Status hinterlassen!

Dramatik. Ich fühle mich von den Informationen erschlagen. Es hämmert in meinem Kopf. Wenn ich will, bin ich anonym, oder auch nicht. Ich bin ein Teil einer großen Gemeinschaft, oder auch nicht. Und doch kann es eines nicht ersetzen.

Das Wort. Das gesprochene Wort das in das Ohr des Gegenüber vordringt und die Nachricht verarbeiten lässt. Für wichtige Situationen wird das Kommunikationsmittel aus der Schublade hervor gekramt und entstaubt. Man sieht seinen Gegenüber in die Augen und lässt anstatt die Finger auf der Tastatur die Lippen bewegen. Worte werden wertvoller, je größer der Moment ist, in dem sie benutzt werden. Ich meine damit nicht die alltäglichen Situationen. Ich meine wirklich die Besonderen, Wichtigen, sowohl positiv als auch negativ. Es klingt komisch, aber ich habe es in den letzten Tage  wieder zu schätzen gelernt. Die Worte tuen mir gut und könnten durch keinen geschriebenen Text ersetzt werden. Wenn es mir gut geht, fällt es mir nicht schwer die Worte laut herauszurufen. Geht es mir schlecht, fällt es mir schon nicht mehr so leicht und ich denke es geht vielen so. Ich kann euch nur ermutigen auch in solchen Situationen zu reden. Wir müssen keinem beweisen oder vorspielen, dass es uns gut geht. Jeder hat Höhen und Tiefen des Lebens und die sollte man miteinander teilen. Teilt eure Worte und Gedanken, denn vielleicht ist es morgen schon zu spät (ja es klingt dramatisch, soll es auch)! Warum schreibe ich einen Blogeintrag? Habe ich nicht gerade versucht euch vom Gegenteil zu überzeugen? Aber nennt mir einen andere Form mit der ich meine Freunde, Bekannten oder Lesern erreichen kann? Hallo Web 2.0!

Kennt ihr auch solche Situationen oder wie denkt ihr darüber?

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